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LETZTHELFER:INNEN
AM ARBEITSPLATZ

für einen sensiblen Umgang mit
Sterben, Tod und Trauer (LAUT)

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Erstes LAUT-Papier veröffentlicht: Wenn Trauer den Arbeitsplatz erreicht

Unser besonderer Dank gilt allen, die dieses Projekt in den vergangenen zwei Jahren mitgetragen und geprägt haben: den Kursteilnehmer:innen, den engagierten Betrieben, Geschäften und Unternehmen sowie den Kursleitenden. Ihr Einsatz, Ihre Offenheit und Ihre Erfahrungen haben LAUT zu dem gemacht, was es heute ist.

63 % der Beschäftigten in Deutschland waren in den letzten fünf Jahren am Arbeitsplatz von schwerer Krankheit, Sterben, Tod oder Trauer betroffen – sei es persönlich oder im direkten Umfeld.

Mit der Veröffentlichung des ersten LAUT-Papiers machen wir sichtbar, was oft unsichtbar bleibt:
Trauer ist längst Teil der Arbeitswelt.

Die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung (n = 1.127) zeigen deutlich:

  • Viele Beschäftigte fühlen sich mit ihren Erfahrungen allein gelassen
  • 43 % erhalten selten oder nie Unterstützung durch Führungskräfte
  • Unterstützung entsteht häufiger informell im Kolleg:innenkreis
  • Gleichzeitig besteht ein großer Bedarf an Orientierung, Sicherheit und Qualifizierung

Besonders deutlich wird dabei eine zentrale Diskrepanz:
Während sich Mitarbeitende vor allem Empathie, Zeit und Ansprechbarkeit wünschen, setzen Organisationen häufig auf formale Strukturen.

Was es braucht, ist beides:
klare Rahmenbedingungen – und eine Haltung, die von Mitgefühl und Präsenz geprägt ist.

Mit „Letzthelfer:innen am Arbeitsplatz“ konnten wir Räume für Wissen, Austausch und Handlungssicherheit im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer im beruflichen Kontext schaffen. 

👉 Zum Papier: https://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0345333

 

Abschluss-Symposium in Berlin

Am 9. Oktober 2025 fand im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Abschluss-Symposium des Projekts „LAUT – Letzthelfer:innen am Arbeitsplatz“ statt. Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um über die Ergebnisse und Perspektiven des Projekts zu sprechen.

📄 Das Fact Sheet mit den wichtigsten Ergebnissen und Handlungsempfehlungen können Sie hier herunterladen! 

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Im Rahmen des Forschungsprojektes „Letzthelfer:innen am Arbeitsplatz für einen sensiblen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer“, das gemeinsam vom Zentrum für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, der Caring Community Köln und der Letzte Hilfe e.V. initiiert wurde, soll ein Konzept für Letzthelfer:innen am Arbeitsplatz entwickelt werden. 

Innerhalb des Projektes werden kostenfreie Letzte Hilfe-Kurse in Unternehmen angeboten, die wichtige Kenntnisse im Umgang mit den Themen Sterben, Tod, Trauer und schwere Erkrankung vermitteln und die Teilnehmenden für die Bedürfnisse anderer sensibilisieren sollen, die von diesen Themen direkt oder indirekt betroffen sind. Anschließend werden die Kurse hinsichtlich der Anwendbarkeit, der Relevanz der Themen und des Formates, stets im Hinblick auf den Arbeitskontext, wissenschaftlich evaluiert, um ein bedarfsgerechtes Konzept für Letzthelfer:innen am Arbeitsplatz abzuleiten.

Letzthelfer:innen am Arbeitsplatz für einen sensiblen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer (LAUT)